Gitarrenverstärker in der Rockmusik

Rockmusik ist in der Regel laut, mit einem relativ einfachen Rhythmus und dazu geeignet, eine Party richtig in Schwung zu bringen. Dass die Musik nicht mit einer Bongotrommel, einer Triangel und einer Wandergitarre erzeugt wird, ist offensichtlich. Die meisten Gitarristen von Rockbands verwenden elektrische Gitarren. Diese hat keinen Resonanzkörper und ist daher ein passives Instrument. Der Gitarrenverstärker hat die priGibson_sg_Custom_1963märe Aufgabe das Tonsignal, welches ihm von der Gitarre zugeführt wird, zu verstärken.

Der Ton bei einer elektrischen Gitarre entsteht durch die Schwingung der Saiten. Im Körper der Gitarre befinden sich Tonabnehmer, welche prinzipiell einfache Spulen aus Kupferdraht sind. Da die Saiten bei einer Rockgitarre aus Metall sind, entstehen durch die Schwingungen verschiedene Magnetfelder, welche eine elektrische Induktion auslösen. Das elektrische Signal wird über ein Kabel, manchmal auch über eine Funkstrecke, an den Gitarrenverstärker weitergeleitet. Dieser verstärkt dieses elektrische Signal, bearbeitet es und setzt damit eine Magnetspule in Schwingung, welche eine konische Membran in Bewegung setzt. Durch die Membran wird Luft in der jeweiligen Frequenz in Bewegung gesetzt, Schallwellen entstehen und sorgen für den hörbaren Ton.

Gitarrenverstärker haben in der Rockmusik jedoch eine weitere, signifikante Aufgabe. Während bei akustischen Verstärkern besonderer Wert auf die Reinheit und Natürlichkeit eines Tons geachtet wird, sind Gitarrenverstärker in der Rockmusik darauf ausgelegt das Signal wesentlich zu verändern, es zu verzerren.

Die Verzerrung beim Gitarrenverstärker in der Rockmusik muss man sich vorstellen wie den Sound eines kratzenden Lautsprechers nur, dass dies eben gewollt ist. Zu den Anfangszeiten wurden Röhren verwendet um diesen Effekt zu erhalten. Kein Rockgitarrist der etwas auf sich hielt ging ohne einen VOX AC30 oder Marshall JCM 800 auf die Bühne. Kurze Zeit später wurde dieser Verzerrer-Effekt auch durch Transistoren erreicht. Dies machte die Verstärker kleiner und auch erschwinglicher. Heute gibt es viele Effektgeräte, welche den verzerrten Sound digital erzeugen. Trotz der modernen Technik findet man auf den Bühnen aber auch heute noch die guten alten VOX und Marshalls, deren Sound einfach nicht elektronisch kopiert werden kann.

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